Anlageimmobilien

Häuser als Anlageimmobilien

Da gerade Einfamilien- und Doppelhäuser einen hohen Grundstücksanteil haben, ist dort meist die Rendite etwas geringer. Dieser Nachteil beim Vermieten kann sich beim Verkaufen schnell als Vorteil erweisen, da Grundstücke als werthaltige Anlage gelten und den Wiederverkaufswert erhöhen – vorausgesetzt, die Lage des Hauses ist vorteilhaft.

Bei Mehrfamilienhäusern lässt sich grundsätzlich eine höhere Rendite als mit einzelnen Häusern oder mit Eigentumswohnungen erzielen, dafür können Leerstände auftreten und problematische Mieter angezogen werden.

Wohnungen als Anlageimmobilien

Falls der Geldbeutel es zulässt, sollte direkt ein ganzes Wohnhaus als Anlageimmobilie erworben werden. In den meisten Fällen werden jedoch einzelne Wohnungen als Teileigentum vermietet. Dies hat den Nachteil, dass die Absprache und Koordination mit der Eigentümergemeinschaft des Wohnhauses gelingen muss und hier Probleme lauern – etwa, wenn die Gemeinschaft kein Interesse an der Auflösung eines Renovierungsstaus zeigt. Insgesamt ist der Kapitalertrag natürlich auch geringer als bei einem Haus.

Gewerbeimmobilien als Anlageimmobilien

Bei Gewerbeimmobilien locken zwar hohe Renditechancen, gleichzeitig bergen sie aufgrund starker Marktschwankungen ein hohes Risiko. So ist der Bedarf an freien Gewerbeflächen nur schwer vorauszusehen, neue Trends wie Home-Office oder alternative Bürostrukturen führen bisweilen zu hohen Leerständen. Der Privatmensch sollte daher vor dieser Anlageimmobilie absehen.

Indirekte Investitionen in Anlageimmobilien

Neben den direkten Investitionsmöglichkeiten können über Immobilienfonds auch Anteile an Immobilien erworben werden. Diese werden indirekte Investitionen genannt und sind mit einem hohen Risiko sowie einem hohen Kapitalbedarf verbunden. Die Einstiegssumme liegt meist in einem fünfstelligen Bereich, und spätestens seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 sind zahlreiche Immobilienfonds in Schieflage geraten oder Pleite gegangen. Der Vorteil von Immobilienfonds: Die Verwalter übernehmen das Management, der Investor muss sich um nichts kümmern. Allerdings sind die bunten Verkaufsprospekte nur schwer zu verstehen und sollten von kompetenten Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern geprüft werden. Diese Anlageimmobilie eignet sich eher für Profis und Kenner der Materie.