Vor- & Nachteile von Anlageimmobilien

Welche Vorteile und Nachteile haben Anlageimmobilien in Deutschland?

Die genannten Anlageimmobilien haben in Bezug auf klassische Anlageformen wie Aktien unterschiedliche Vor- und Nachteile, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Renditeerwartungen sind keine Frage des Glücks

Zwar ist der Erwerb der richtigen Anlageimmobilie nicht zuletzt auch eine Frage des Glücks und des richtigen Timings, doch können einige Faktoren die Renditeerwartungen abschätzbar machen. Während die Anfangsrendite bei Anlageimmobilien im Boomstädten sehr gering sein kann – da der Kaufpreis sehr hoch ist – ist die langfristige Rendite aufgrund der Zukunftsaussichten der Stadt oder Region dennoch attraktiv.

Umgekehrt sieht es aus bei Anlageimmobilien mit hoher Anfangsrendite (also einem im Verhältnis zu den derzeitigen Mietpreisen günstigen Preis). Diese befinden sich häufig in strukturschwachen Regionen, bei denen fraglich ist, ob die Mieteinnahmen langfristig steigen oder nicht sogar Leerstände zu erwarten sind.

Lange Zinsbindung von Vorteil

Da die Zinsen derzeit sehr niedrig sind, liegt ein weiterer Vorteil in einer möglichst langen Zinsbindung. Dadurch wird der derzeitige Zinssatz gegen steigende Zinsen in der Zukunft abgesichert.

Risikofaktor Lage

Doch allen Sicherheiten zum Trotz: Jede Anlageimmobilie kann an Wert verlieren – sei es, weil die Lage an Beliebtheit verliert oder die Immobilie von Mietnomaden verwüstet wird. Daher muss der Verschleiß der Immobilie beim Kauf einkalkuliert werden. Eine Faustregel dabei lautet, dass der Kaufpreis – etwa bei einer Wohnung – innerhalb von 30 Jahren nochmals investiert werden muss, um den Wert zu erhalten.

Ein Restrisiko bleibt

Gerade bei Kleinanlegern ist der hohe Kapitalaufwand ein großer Nachteil. Sie investieren in der Regel den Großteil ihres Kapitals in die Anlageimmobilie – und können Verluste dann nicht durch Einnahmen an anderer Stelle ausgleichen. Hier können die genannten Immobilienfonds Abhilfe schaffen, da sie das Risiko breit streuen.

Die folgende Tabelle fasst die Vor- und Nachteile kurz zusammen:

Vorteile Anlageimmobilien

Nachteile Anlageimmobilien

  • Renditeerwartungen können recht präzise errechnet werden
  • Niedriger Zinssatz sorgt derzeit für attraktive Darlehenskonditionen
  • Werteverlust möglich
  • Restrisiko bleibt durch die Konzentration des Kapitals

Wie finde ich die passende Anlageimmobilie?

Die Suche nach der richtigen Anlageimmobilie hängt in erster Linie von der Nutzung, dem eingesetzten Kapital und dem erwarteten Ertrag ab. Diese Kriterien schränken die Auswahl an möglichen Immobilien im Vorfeld ein. Grundsätzlich sollte viel Zeit in die Suche investiert werden, damit ein eigenständiger Überblick über den Immobilienmarkt möglich ist.

Die erste Anlaufstelle sind einschlägige Immobilienportale im Internet. Gerade die großen Portale bieten hier eine gesonderte Kategorie „Anlageimmobilien“. Einige kleinere Seiten haben sich eigens auf das Investment in Immobilien spezialisiert. Hier kann ein eigenes Investitionsprofil erstellt werden, welches beständig einem Matching zwischen Profil und Angebot unterzogen wird.

Makler, Banken und Versicherungen

Auch ein Immobilienmakler kann sich gerade bei Anlageimmobilien als äußerst hilfreich erweisen. Er kennt den Immobilienmarkt der Zielregion sehr gut und sucht in seinem Portfolio gezielt nach passenden Angeboten. Bei Anlageimmobilien empfiehlt sich auch ein Besuch bei der Bank des Vertrauens oder bei einer Versicherung. Diese sind neben ihrem Kerngeschäft auch als Immobilienbesitzer tätig. Neben der eigentlichen Immobiliensuche können im selben Atemzug auch die Finanzierungsmöglichkeiten geklärt werden.